12.12.2017
„Omnibus-Verordnung“: Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik tritt ab Januar 2018 in Kraft

„Omnibus-Verordnung“: Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik tritt ab Januar 2018 in Kraft

Straßburg. Die Mitglieder des Europäischen Parlamentes haben heute grünes Licht für den die Landwirtschaft betreffenden Teil des Vorschlages zur Überprüfung des Mehrjährigen Finanzrahmens der Union („Omnibus-Verordnung“) gegeben. Damit wird ab dem 1. Januar 2018 durch eine Reihe von technischen Verbesserungen die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in den Mitgliedstaaten erleichtert. So werden unter anderem für Junglandwirte Zahlungen künftig fünf Jahre ab dem Datum der Einreichung des Antrags gewährt, die Unterscheidung zwischen aktivem und nicht-aktiven Landwirt wird optional und die Liste der Pflanzen, die auf ökologischen Vorrangflächen angebaut werden können, erweitert. Auch bei der Definition von Dauergrünland wurde den Mitgliedsstaaten mehr Flexibilität eingeräumt.

Dazu die FREIE WÄHLER-Abgeordnete und agrarpolitische Sprecherin der ALDE-Fraktion im Europaparlament, Ulrike Müller: „Das Ergebnis der heutigen Abstimmung wird die Umsetzung der GAP in den Mitgliedstaaten erleichtern und Landwirten in ganz Europa spürbare Verbesserungen bringen. Den Mitgliedstaaten wird nun mehr Flexibilität zugestanden. Zudem werden Junglandwirten Zahlungen künftig fünf Jahre ab Datum der Einreichung des Antrags gewährt. Das ist wichtig, um sie für den Agrarsektor zu gewinnen und dann auch halten zu können.“

Nur allzu oft werde auf die Europäischen Institutionen und deren langwierige Prozesse geschimpft. Doch heute habe man im Europäischen Parlament gesehen, dass es auch anders funktioniere, so Müller. „Wenn alle wollen, dann geht es auch voran! Das Gleiche gilt für den häufig kritisierten Brüsseler Bürokratie-Apparat: Heute haben wir für den Abbau von administrativen Hürden im Agrarsektor gesorgt, anstatt neue zu schaffen. Das ist ein guter Schritt vorwärts in die richtige Richtung“, erklärt die Europaabgeordnete.