23.10.2018
Aktualisierung der Trinkwasserrichtlinie: Verbraucherschutz weiterhin auf hohem Niveau gewährleisten

Müller: Kommunale Wasserversorger nicht durch zusätzliche Aufgaben belasten

Straßburg. Die Trinkwasserrichtlinie stellt sicher, dass in Europa das beste und sicherste Trinkwasser aus dem Hahn kommt. Dieses hochwertige Trinkwasser ist eine wichtige Grundlage unserer hohen Lebensqualität und konnte bisher durch die europäische Richtlinie in ganz Europa sichergestellt werden. Um die sehr gute Wasserqualität in Europa auch in Zukunft weiterhin zu gewährleisten, musste die inzwischen 20 Jahre alte Richtlinie überarbeitet werden. An der Aktualisierung der Trinkwasserrichtlinie hat die Europaabgeordnete der FREIEN WÄHLER Ulrike Müller im Auftrag ihrer ALDE-Fraktion mitgearbeitet. Am Dienstag hat nun das Europäische Parlament über die Aktualisierung abgestimmt.

„Durch die flächendeckende Einführung des risikobasierten Ansatzes, die Aktualisierung der zu prüfenden Stoffe und der entsprechenden Grenzwerte machen wir die Richtlinie zukunftsfest. So können wir auch angesichts neuer Herausforderungen wie etwa Arzneimittelrückstände oder Mikroplastik weiterhin höchste Wasserqualität gewährleisten“, erklärt Müller. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Überarbeitung: Verbraucher sollen besser über die hervorragende Qualität des Leitungswassers informiert werden. Ziel ist es, dass die Europäer dann künftig mehr Wasser aus dem Hahn trinken – und weniger aus Plastikflaschen. Der Plastikmüll könne so deutlich reduziert werden.

Für Müller ist besonders wichtig, dass die Trinkwasserrichtlinie für die kommunalen Wasserversorger in der Praxis umsetzbar bleibt. Es gibt rund 6.000 Wasserversorger in Deutschland, davon sind zwischen 60 und 70 Prozent in kommunaler Hand. „Hier konnten wir bereits die klare Zuteilung von Verantwortungsbereichen erreichen, damit die Wasserversorger nicht durch zusätzliche Aufgaben außerhalb ihrer Kompetenz belastet werden. Die kommunalen Wasserversorger spielen eine tragende Rolle: Sie bieten einen hohen Verbraucherschutz durch eine starke Daseinsvorsorge. Das können nur unsere Kommunen leisten“, erklärt Müller.

Müller zeigt sich zufrieden, dass das Plenum ihrem Änderungsantrag zur Beibehaltung des bewährten Systems zur Festlegung der vorgeschriebenen Messhäufigkeiten zugestimmt hat. Dadurch kann nun vermieden werden, dass einige Wasserversorger sachlich nicht gerechtfertigte und deutliche Kostensteigerungen tragen müssen. Dies hätte insbesondere viele kommunale Wasserversorger in Deutschland getroffen.