25.10.2018
Europaparlament: Mehrheit stimmt für saubere Mobilität

Müller: Ausbau eines energieeffizienten öffentlichen Nahverkehrs vorantreiben

Straßburg. Die Mobilität in Europa sauberer und nachhaltiger gestalten - dafür setzt sich das Europäische Parlament ein. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Abgeordneten am Donnerstag über zwei Berichte abgestimmt. Die Richtlinie zur Förderung sauberer und effizienter Straßenfahrzeuge aktualisiert die Regeln für die öffentliche Beschaffung von Fahrzeugen. Sie gilt damit für kommunale Fuhrparks, Behörden, aber auch für öffentliche Nahverkehrsunternehmen.

In einem zweiten Bericht mit dem Titel „Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe in der EU: Zeit zu handeln!” fordert das Europäische Parlament die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, die Bemühungen um den Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur für alternative Antriebe wie Strom und Gas zu beschleunigen.

Die Europaabgeordnete der FREIEN WÄHLER Ulrike Müller befürwortet dieses Engagement. „Die Aspekte in den beiden Berichten spielen eine zentrale Rolle, unsere aktuellen Probleme im städtischen Verkehr zu lösen und Debatten um beispielsweise Dieselfahrverbote oder die Anhebung von Stickoxid-Grenzwerten zu beenden“, stellt Müller fest.

Ein sauberer und effizienter öffentlicher Nahverkehr könne wesentlich zur Verbesserung der Luftqualität - gerade auch in Ballungsräumen - beitragen. Der Aufbau einer adäquaten Infrastruktur für alternative Antriebe wie Strom und Gas ist laut Müller der Grundstein, um die entsprechenden Fahrzeuge für die Verbraucher attraktiv zu machen. Die Europaabgeordnete appelliert daher an den Bund und die Landesregierungen, diese europäischen Impulse aufzugreifen, um den Bürgern schnellstmöglich praxistaugliche Lösungen anbieten zu können.

„Nur wenn wir jetzt zügig handeln, können Fahrverbote in deutschen Städten verhindert werden. Diese kommen einer Enteignung der Dieselbesitzer gleich. Anstatt über Fahrverbote zu diskutieren, sollten wir mögliche Alternativen zum Diesel für die Verbraucher attraktiver machen“, fordert Müller.