07.07.2017
Freihandelsabkommen mit Japan: Protektionismus und Abschottung verhindern

Müller: „Handelsabkommen bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern ist auch von strategischer Bedeutung“

Brüssel. Die Europäische Union und Japan haben gestern ihre erste Grundsatzeinigung über ein umfassendes Freihandelsabkommen verkündet. Auch wenn noch einige Details ausstehen, sind sich beide Verhandlungspartner – nach vier langen Verhandlungsjahren – politisch einig geworden. Die Europaabgeordnete Ulrike Müller (Freie Waehler/ALDE) begrüßt, dass das Freihandelsabkommen mit Japan nun in seinen Grundzügen steht und hofft, dass es zügig verabschiedet und angewandt wird: „Ein Handelsabkommen mit unserem zweitwichtigsten Handelspartner in Asien bringt uns wirtschaftliche Vorteile und ist darüber hinaus auch von enormer strategischer Bedeutung – gerade, wenn man Trumps Protektionismus bedenkt.“ Die EU und Japan müssten gemeinsam die Wirtschaft der freien Welt verteidigen. Mit einem Handelsabkommen wie diesem könne dafür der Weg bereitet werden.

„Japan, als Nachbar eines unberechenbaren Chinas, hält nach stabilen demokratischen Bündnispartnern Ausschau, mit denen es stärker wirtschaftlich zusammenarbeiten kann“, erklärt Müller. Zusammen mit Japan könne die EU Trumps Protektionismus und Chinas dominante Wirtschaftspolitik ausgleichen. „Mit diesem Handelsabkommen, von dem beide Seite profitieren werden, setzten wir Standards, an denen sich andere fortan werden orientieren müssen“, stellt Müller fest.