24.10.2017
Glyphosat: Europäisches Parlament spricht sich für Auslaufen bis 2022 aus

Müller: Debatte um Glyphosat ist Teil einer organisierten Verunsiche-rungskampagne


Straßburg. Heute hat sich das Europäische Parlament in einer (nicht-bindenden) Resolution für ein Auslaufen des Herbizids Glyphosat bis 2022 und für sofortige Beschränkungen bei der Verwendung des Stoffes ausgesprochen. Die Freie Wähler-Abgeordnete und agrarpolitische Sprecherin der ALDE-Fraktion im Europaparlament, Ulrike Müller, bedauert das Ergebnis der heutigen Abstimmung: „Mit der Diskussion zum Thema Glyphosat geben wir einer organisierten Verunsicherungskampagne gegen unser gut funktionierendes europäisches Verbraucherschutzsystem viel zu viel Raum. Anstelle einer aufgeheizten Debatte hätte ich mir mehr Rationalität und Professionalität gewünscht.“ 

„Wissenschaftlicher Konsens und Ergebnis mehrerer Gutachten ist, dass Glyphosat bei richtiger Anwendung unbedenklich ist. Zu diesem Ergebnis kommen auch die europäischen Agenturen EFSA und ECHA. Somit handelt die EU-Kommission eindeutig innerhalb ihres Mandats“, erklärt Müller. Es widerspreche den Grundsätzen einer verantwortungsvollen Politik, wenn geltende Gesetzgebung für politische Zwecke derart instrumentalisiert werde, wie in diesem Fall. „Wozu soll das führen, wenn wir nun auch im Europäischen Parlament der Kampagne von Glyphosatgegnern nachgeben und damit letztlich die Glaubwürdigkeit unserer eigenen europäischen Agenturen in Zweifel ziehen lassen?“, fragt Müller.