26.10.2017
Sexuelle Belästigung im EU-Parlament

Müller: „Wir brauchen eine echte Nulltoleranz-Politik“

Straßburg. „Es ist traurig, dass wir im Herzen Europas eine solche Debatte führen müssen. Gleichzeitig ist es umso wichtiger, dass wir die Betroffenen nun unterstützen. Das Schweigen ist gebrochen, nun müssen wir allen Frauen Mut machen!“ Mit diesen Worten kommentiert die Europaabeordnete der FREIEN WÄHLER, Ulrike Müller, die aktuelle Diskussion um sexuelle Belästigung.

Weltweit berichten Frauen mit dem Hashtag #MeToo über ihre Erfahrungen – darunter auch Mitarbeiterinnen des EU-Parlaments in Straßburg und Brüssel. „Wir dürfen diese Vorfälle nicht tolerieren. Die Vorwürfe und auch die bisherigen Beschwerdemöglichkeiten im EU-Parlament müssen von unabhängigen, externen Experten überprüft und aufgeklärt werden. Zudem brauchen wir wirksame Maßnahmen, um sexuelle Belästigung – auch am Arbeitsplatz – zu verhindern“, erklärt Müller.

Die Europaabgeordnete hat deshalb heute einer entsprechenden Resolution zugestimmt: „Darin fordern wir die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Kontrollmechanismen einzurichten und Opfer sexueller Gewalt und Belästigung besser zu schützen“, sagt Müller und fährt fort: „Die Mauer des Schweigens ist durchbrochen. Jetzt ist es wichtig, die Vorfälle restlos aufzuklären und die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Künftig brauchen wir eine echte Nulltoleranz-Politik: Keine Frau sollte solche Erfahrungen machen müssen!“

 

Hinweis: In obigem Video sehen Sie ein Interview mit allgäu.tv zum Thema #MeToo (1. Beitrag).