12.03.2018
Sonderausschuss des Europäischen Parlaments für Pflanzenschutzmittel nimmt Arbeit auf

Ulrike Müller vertritt ALDE-Fraktion als Sprecherin

Straßburg. Der Sonderausschuss des EU-Parlaments zur Zulassung von Pflanzenschutzmitteln – kurz PEST – hat am Montag seine Arbeit aufgenommen. Dieses aus 30 Parlamentariern bestehende Gremium soll binnen neun Monaten einen Bericht dazu erarbeiten, wie der Zulassungsprozess für Pflanzenschutzmittel transparenter gemacht und das öffentliche Vertrauen gestärkt werden kann.

Die Kemptener Europaabgeordnete Ulrike Müller, die ihreALDE-Fraktion als Sprecherin im Sonderausschuss vertritt, begrüßt die Einsetzung des Gremiums: „Häufig wird über mangelnde Transparenz bei den Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln geklagt. Der Sonderausschuss bietet nun die Möglichkeit, umfassende Vorschläge für die anstehende Überarbeitung der Pflanzenschutzmittelverordnung zu erarbeiten.“

Auch mögliche Interessenkonflikte der Teilnehmer eines Zulassungsverfahrens sollen von dem Sonderausschuss unter die Lupe genommen werden. Darüber hinaus wird in den kommenden Monaten geprüft, ob die für die Risikoprüfung von Pflanzenschutzmitteln verantwortliche Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) über genügend Ressourcen verfügt, um wissenschaftlich unabhängige Prüfungen vorzunehmen. Müller ist es wichtig, dass Entscheidungen über die Zulassung von Pestiziden auf belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen: „Die EFSA macht hervorragende Arbeit, aber die Arbeitsbelastung wird immer größer. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Agentur genug Personal und Budget hat – nur so kann die EFSA auch in Zukunft verlässliche Risikoprüfungen garantieren.“