26.11.2015
Ulrike Müller: „Aktionismus zum Waffenrecht ein Schuss ins Leere“

Europa-Abgeordnete der FREIEN WÄHLER spricht sich gegen Maßnahmenpaket der EU-Kommission aus

Straßburg/ Brüssel. Gegen das Maßnahmenpaket der EU-Kommission zum Waffenrecht in Europa hat sich die FREIE WÄHLER Europaabgeordnete Ulrike Müller ausgesprochen. „Es gibt derzeit keine Anhaltspunkte, dass der legale Erwerb von halbautomatischen Feuerwaffen, wie sie auch von Jägern und Sportschützen benutzt werden, in Zusammenhang mit der Sicherheitslage in Europa steht“, erklärt Ulrike Müller. Schon jetzt folge die regelmäßige Kontrolle des ordnungsgemäß registrierten Personenkreises in Deutschland strengsten Überwachungsmechanismen.

„Ich begrüße selbstverständlich den Aktionsplan zur Bekämpfung des illegalen Waffen- und Sprengstoffhandels ebenso wie die geplante, bessere Rückverfolgbarkeit und die Forcierung der besseren Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten“, betont Ulrike Müller. Zugleich müsse aber unterschieden werden, ob mit den Maßnahmen die Terrorgefahr bekämpft werde oder – wie bei einem möglichen Verbot der halbautomatischen Feuerwaffen beispielsweise für Schützen und andere Privatleute – der „Schuss ins Leere“ geht, so die Parlamentarierin.

„Dass unseren Schützenvereinen neben dem Traditionserhalt eine besondere Bedeutung in der Verantwortung zukommt, ist mir und auch den Schützen selbst bewusst“, sagt Ulrike Müller und fügt hinzu: „Unsere Schützenvereine stehen im Ruf, sich mit besonderer Umsicht um ihre Mitglieder, insbesondere im Nachwuchs-Bereich zu kümmern und gerade bei den jungen Schützen besonders achtsam auf Disziplin und gesellschaftliche Werte hinzuwirken. Sie sind damit in besonderer Weise an dem Erhalt eines freiheitlich-demokratischen und friedvollen Europas beteiligt.“