19.01.2017
Ulrike Müller: Lärmbelastung durch Schienengüterverkehr reduzieren

Europaabgeordnete begrüßt Forderung des Parlaments nach neuen Obergrenzen für Lärmemissionen

Straßburg. Das Plenum des Europäischen Parlaments hat in seiner heutigen Sitzung mit großer Mehrheit einen Bericht über die Logistik in der EU und den multimodalen Verkehr in den neuen europäischen Verkehrskorridoren (TEN-V) verabschiedet. In diesem werden die Kommission und die Mitgliedstaaten aufgefordert gegen die Lärmbelastung durch den Schienengüterverkehr vorzugehen und neue europaweite Obergrenzen für Lärmemissionen festzulegen. Darüber hinaus fordert das Parlament auch kurzfristige Maßnahmen. Dies schließt beispielsweise den Einsatz von Flüsterbremsen ein. „Das Rheintal steht exemplarisch für rund sieben Millionen Menschen in Europa, die unter einer durch den Schienenverkehr verursachten Lärmbelastung leiden, die über den Schwellenwerten liegt. Das Thema ist den Mitgliedstaaten bekannt, es wird aber noch zu wenig unternommen. Das Europäische Parlament hat sich heute klar positioniert und im Sinne der vielen Bürgerinnen und Bürger entschieden, die täglich unter Bahnlärm leiden“, betont die FREIE WÄHLER Europaabgeordnete Ulrike Müller.  

Neben der Einführung von Obergrenzen für Lärmemissionen im Schienengüterverkehr fordert das Parlament in seinem Bericht die Kommission auf, den Einsatz von mit alternativen Kraftstoffen betriebenen Verkehrsträgern inklusive dem Ausbau der dazu notwendigen Infrastruktur voranzutreiben. „Wir brauchen innovative Verkehrskonzepte, die CO2-Emissionen im Allgemeinen sowie die Schadstoff- und Lärmbelastung vor Ort im Besonderen reduzieren. Ich freue mich, dass mir das Plenum bei einer Reihe von Änderungsanträgen gefolgt ist, die hierzu konkrete Vorschläge machen. Dazu zählt auch der Einsatz von leichten Elektronutzfahrzeugen für die Logistik, die insbesondere auf den letzten Kilometern zur Verbesserung der Luftqualität in den Städten beitragen würden“, so Ulrike Müller weiter.  

Die FREIE WÄHLER Europaabgeordnete Ulrike Müller hat sich von Beginn an in die Diskussionen um den Bericht intensiv eingebracht und als Mitglied des Umweltausschusses eine Reihe von konkreten Vorschlägen gemacht, die im finalen Bericht übernommen wurden.