26.01.2017
Ulrike Müller: Potenzial der Equidenbranche in Europa muss erschlossen werden

Agrarausschuss des Europäischen Parlaments fordert europäische Leitlinie für den Sektor

Brüssel. Der Agrarausschuss im Europäischen Parlament hat heute mit großer Mehrheit einen Bericht über die verantwortliche Haltung und Pflege von Equiden angenommen. Darin wird die Europäische Kommission aufgefordert, gemeinsam mit den Interessensträgern und Organisationen der Equidenbranche eine auf bestehenden Leitlinien beruhende europäische Leitlinie auszuarbeiten. Diese soll die multifunktionale Rolle von Equiden hervorheben und Anleitungen zu einer verantwortungsvollen Zucht, zur Tätigkeit im Tourismus und in der Land und Forstwirtschaft sowie zum artgerechten Transport und zur artgerechten Schlachtung beinhalten. „Die Equidenbranche stellt insbesondere im ländlichen Raum einen wichtigen Faktor für die lokale Wirtschaft dar. Eine europäische Leitlinie ermöglicht nicht zuletzt durch einen Wissensaustausch zu bewährten Verfahren das wirtschaftliche Potenzial des Sektors zu erschließen und die Gesundheit und das Wohlergehen von Equiden zu verbessern“, so die FREIE WÄHLER Europaabgeordnete und für die Fraktion der Allianz der Demokraten und Liberalen für Europa zuständige Berichterstatterin Ulrike Müller.

Der Bericht hebt die große Bedeutung des Equidensektors und seinen Beitrag zu einer ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung im ländlichen Raum hervor. Darüber hinaus fordern die Abgeordneten die Kommission dazu auf, sich zur Ausarbeitung anerkannter Tierschutzindikatoren zu verpflichten, um das Wohlergehen der Tiere zu verbessern. „Diese Tierschutzindikatoren dürfen nicht im luftleeren Raum entwickelt werden. Deshalb haben wir erfolgreich durchgesetzt, dass Interessensträger und Verbände der Equidenbranche in den Prozess der Ausarbeitung der Tierschutzindikatoren einbezogen werden müssen. Dazu zählen für mich beispielsweise das European Horse Network und die European State Studs Association, die eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der europäischen Pferdebranche spielen“, betont Ulrike Müller, die heute auch offiziell von ihrer Fraktion zur Koordinatorin im Agrarausschuss gewählt wurde.