16.01.2017
Ulrike Müller: Tierwohl-Siegel darf nicht zu noch höheren Belastungen für Bauern führen

FW-Abgeordnete fordert verlässliche Rahmenbedingungen

Straßburg. Das geplante Tierwohl-Siegel – kurz vor Beginn der Internationalen Grünen Woche in Berlin von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt angekündigt – begrüßt Ulrike Müller. Die FREIE WÄHLER Europaabgeordnete bewertet die Einbindung aller Akteure, von Bauern, über Schlachter, dem Handel bis hin zu den Tierschutzorganisationen als „äußerst positiv und richtungsweisend“. „Es bietet sich hier eine echte Chance, dem Verbraucher transparent darzustellen, welch hohe Tierschutz- und Qualitätsstandards unsere Lebensmittel erfüllen“, so Ulrike Müller.

Voraussetzung sei jedoch, dass an einem Strang gezogen werde und „die Rahmenbedingungen im Sinne verlässlicher Planungssicherheit nun konsequent und zügig ausgehandelt werden“, so das EP-Agrarauschuss-Mitglied. „Dabei muss klar sein, dass von den 70 Millionen Euro, die Minister Schmidt in die Hand nehmen will, ein Großteil an die Landwirtschaft fließt.“

Das von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt angekündigte staatliche Tierwohl-Siegel kennzeichnet Fleisch von Tieren, deren Haltung besser ist, als die gesetzlichen Vorgaben vorschreiben. Mehr Platz, besonders gutes Futter oder Beschäftigungsmöglichkeiten sind beispielsweise einige Kriterien.