22.03.2019
Wasser ist ein Grundrecht und kein Spekulationsobjekt

Welttag des Wassers: Europa-Abgeordnete Ulrike Müller (FREIE WÄHLER) fordert sicheres Wasser für alle Menschen

Den heutigen Freitag, 22. März 2019, haben die Vereinten Nationen zum Welttag des Wassers ausgerufen. Unter dem Motto “Leaving No One Behind – Water For All” (Niemanden zurücklassen – Wasser für alle) macht die UN weltweit darauf aufmerksam, dass noch immer Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem, also sauberem und zuverlässig verfügbarem, Trinkwasser haben.
 
Ulrike Müller war als einzige deutsche Europa-Abgeordnete an der Ausarbeitung der europäischen Trinkwasser-Richtlinie beteiligt. Sie betont: “Während wir uns hier in Europa für Verbraucherschutz und höchste Wasserstandards einsetzen, dürfen wir als globale Gesellschaft niemanden zurücklassen. Wasser ist ein Menschenrecht. Es steht jedem zu. Es ist eine Frage der Menschenwürde ebenso wie der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit. Wasserknappheit ist weltweit eine wichtige Fluchtursache. Wasserversorgung für alle zu garantieren, ist eine Frage der globalen Gerechtigkeit.”

Europäische Trinkwasser-Richtlinie sichert höchste Standards

In der EU ist die Versorgung mit sicherem Trinkwasser gewährleistet: “Unsere Standards in Sachen Lebensmittelsicherheit gehören zu den besten weltweit”, bestätigt die Europa-Abgeordnete Ulrike Müller. Müller war als einzige deutsche EU-Parlamentarierin an der Ausarbeitung der EU-Trinkwasser-Richtlinie beteiligt: “Die Trinkwasser-Richtlinie ist eines der wichtigsten Verbraucherschutzinstrumente in der EU, denn sie setzt die Mindeststandards für die Qualität von Leitungswasser in ganz Europa."

Als Berichterstatterin habe sie sich auf zwei zentrale Ziele konzentriert, so Müller: "Den bestmöglichen Verbraucherschutz und die Notwendigkeit, die Wasserversorgung in der Hand von kommunalen Wasserversorgern zu belassen. Auf keinen Fall darf sie privatisiert werden. Wasser ist ein Grundrecht und kein Spekulationsobjekt”, so Müller. Müller konnte in ihrer Rolle als Mitberichterstatterin nicht nur für den Verbraucherschutz, sondern auch für kommunale und genossenschaftliche Wasserversorger wichtige Anpassungen des Gesetzesvorschlags erreichen, ein Kernanliegen der FREIE WÄHLER.

World Water Day 2019: Sicheres Wasser für alle!

Das nachhaltige Entwicklungsziel der Vereinten Nationen ist klar wie Quellwasser: Wasser für alle bis zum Jahr 2030. Das Grundrecht auf Wasser umfasst für jeden Menschen den Zugang zu ausreichendem, sauberem und erschwinglichem Wasser für den persönlichen Gebrauch.

Allerdings sind bis heute noch Milliarden Menschen ohne sicheres Trinkwasser. Insbesondere für benachteiligte Gruppen wie Frauen und Kinder, Flüchtende und Indigene oder auch Menschen mit Behinderung weltweit ist der Kampf um Wasser eine Frage des täglichen Überlebens und häufig auch Gegenstand von Diskriminierung. Der Welttag des Wassers 2019 mit seinem Motto “Niemanden zurücklassen – Wasser für alle” soll die Gründe beleuchten, weswegen so viele Menschen noch nicht zuverlässig mit sicherem Wasser versorgt sind. Dazu gehört auch Diskriminierung aufgrund von u.a. Rasse, Geschlecht, Religion und Ethnie. Weitere Gründe sind Umweltzerstörungen und Klimawandel, Bevölkerungswachstum oder kriegerische Konflikte. Wassermangel kann sowohl Ursache wie auch Folge von Flucht sein.

Die UN fordert, dass marginalisierte Gruppen bei der Wasserversorgung involviert und gehört werden. Gesetzgebung weltweit muss das Recht auf Wasser anerkennen. Finanzierung muss fair verteilt sein und jene erreichen, die am bedürftigsten sind.