24.07.2018
FREIE WÄHLER-Sommergespräch mit dem BLLV Schwaben

Müller: Wir brauchen dringend mehr Lehrerinnen und Lehrer im bayerischen Schulsystem

Immenstadt. Die Europaabgeordnete und stellvertretende Landesvorsitzende der FREIE WÄHLER Bayern Ulrike Müller hat am 23. Juli zu einem Sommergespräch mit dem BLLV Schwaben nach Immenstadt eingeladen.

Zusammen mit dem FREIE WÄHLER-Landtagsabgeordneten Dr. Leopold Herz, FREIE WÄHLER-Landtagskandidaten Alexander Hold, Gertrud Nigg-Klee, Vorsitzende des BLLV Schwaben, Christian Gerhart, Geschäftsführer des BLLV Oberallgäu und Elke Drescher von der Fachgruppe Förderschule des BLLV Schwaben hat Müller über bildungspolitische Themen diskutiert.

Nigg-Klee schilderte, dass die Lehrerzuweisung je Schulamt für das neue Schuljahr 2018/ 2019 oft auf Kante genäht sei, natürlich gebe es dabei auch regionale Unterschiede. Aber schon jetzt sei klar, dass an vielen Schulen Lehrerinnen und Lehrern fehlten und damit die Unterrichtsversorgung gefährdet sei. Um die Situation zu entschärfen, ziehe das Kultusministerium die sogenannten „Lotsen“ aus den Realschulen und Gymnasien ab. Diese betreuen den Wechsel von der Grundschule pädagogisch. „Wir sparen auf Kosten unserer Jüngsten, die ohnehin mit der neuen Situation des Übertritts schon genug beschäftigt und oft auch überfordert sind. Wir brauchen dringend mehr Lehrkräfte in Bayern - und das an allen Schularten“, fordert Müller. In fast allen schwäbischen Landkreisen gebe es einen Bevölkerungszuwachs und damit einen erhöhten Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern. Von einer möglichen Erleichterung durch 2.000 neue Stellen, die Ministerpräsident Söder in seiner Antrittsrede ankündigt hatte, sei in Schwaben nichts zu spüren.

Ein weiteres wichtiges Thema des Sommergesprächs war die Digitalisierung an den Schulen. Zwar stünden dafür 150 Millionen Euro zur Verfügung, in den Rechnungen fehlten jedoch die Folgekosten. Wer betreut die Geräte? Diese Frage sei ebenfalls noch nicht geklärt. In Unternehmen gebe es dafür eine eigene IT-Abteilung, in den Schulen sei dies Aufgabe der Lehrkräfte. Das könnten diese aber nicht leisten.

Bildung in Bayern stehe vor großen Herausforderungen: „Ob Lehrermangel, Digitalisierung oder auch der Ganztagsausbau – es gibt viel zu tun. Wir FREIE WÄHLER legen den Finger immer wieder in die Wunde! Dass wir darin äußerst erfolgreich sind, haben wir mit der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium in Bayern schon bewiesen“, stellt Müller fest.

Ende des Jahres will sich die Allgäuer Europaabgeordnete Ulrike Müller erneut mit den Vertretern des BLLV Schwaben treffen. Dann soll die Förderschule im Fokus der Gespräche stehen.