zur Trinkwasserrichtlinie

Die Trinkwasserrichtlinie stellt sicher, dass bei uns in Europa das beste und sicherste Trinkwasser der Welt aus dem Hahn kommt. Im Umweltausschuss arbeite ich im Auftrag meiner Fraktion nun an der Modernisierung der inzwischen 20 Jahre alten Richtlinie. Unser Ziel ist es, auch für zukünftige Umweltrisiken besser gerüstet zu sein, damit wir auch in Zukunft hochwertigstes Trinkwasser genießen können. Außerdem wollen wir die Verbraucherinformation zur Wasserqualität verbessern. Als langjährige Kommunalpolitikerin ist es mir aber auch ein besonderes Anliegen, dass die neue Richtlinie in der Praxis für unsere öffentlichen Wasserversorger funktioniert. 

Es gibt rund 6.000 Wasserversorger in Deutschland, davon mehr als 2.250 in Bayern. Zwischen 60 und 70 Prozent der Wasserversorger in Deutschland sind in kommunaler Hand.

Wir haben ein hohes Verbraucherschutzniveau auf solidem wissenschaftlichen Fundament. Dabei wichtig ist allerdings auch der Blick auf die Zukunftsfestigkeit: Kommende wissenschaftliche Entwicklungen müssen beobachtet und berücksichtigt werden - wie etwa die Auswirkungen von endokrinen Disruptoren oder Mikroplastik.

Wichtig ist auch die Umsetzbarkeit der Richtlinie, insbesondere für kleine und mittlere Wasserversorger. Denn kommunale Wasserversorger spielen eine tragende Rolle: Sie bieten einen hohen Verbraucherschutz durch eine starke Daseinsvorsorge. Das können nur unsere Kommunen leisten.

Zudem sollten die Verbraucher umfangreich über die Trinkwasserqualität informiert werden. Kritisch sehe ich die Ausweitung der Ziele der Richtlinie: sozial- und umweltpolitische Maßnahmen darf es nur in einem engen Rahmen geben, da es eigentlich nicht Aufgabe dieser technischen Spezialrichtlinie für Trinkwasserqualität ist.

Hinweis: Weitere Informationen und Dokumente zur Trinkwasserrichtlinie finden Sie HIER.