14.03.2017
Europäisches Parlament fordert Leitlinien zur Equidenhaltung

Europaabgeordnete Ulrike Müller: „Gesundheit und Wohlergehen der Tiere müssen oberste Priorität haben“

Straßburg. Die Europäische Union ist der weltweit größte Markt für die Pferdesportbranche.  Nicht weniger als 900.000 Arbeitsplätze in der gesamten EU hängen ausschließlich vom Pferdesport ab. Der europäische Equidensport- und  freizeitmarkt ist der global bedeutendste Markt dieser Art – in der EU werden damit jährlich mehr als 100 Milliarden Euro umgesetzt.

Potenzial der Equiden erschließen

„Umso wichtiger ist es, dieses Potenzial zu erschließen“, ist Ulrike Müller, Europaabgeordnete der FREIEN WÄHLER und zuständige Berichterstatterin für die Fraktion der Allianz der Demokraten und Liberalen für Europa (ALDE), überzeugt. Sie setzte sich im Europaparlament daher für eine verantwortungsbewusste Haltung und Pflege von Equiden ein: „Gesundheit und Wohlergehen der Tiere müssen dabei oberste Priorität haben.“

Multifunktionale Rolle von Pferden

Das Europaparlament hat diesbezüglich heute Leitlinien für verantwortliche Haltung und Pflege von Equiden gefordert. Diese sollen die multifunktionale Rolle von Pferden hervorheben und Anleitungen zu einer verantwortungsvollen Zucht, zur Tätigkeit im Tourismus, in der Land- und Forstwirtschaft sowie zum artgerechten Transport beinhalten. „Die Pferdebranche stellt insbesondere im ländlichen Raum einen wichtigen Faktor für die lokale Wirtschaft dar. Eine europäische Leitlinie ermöglicht nicht zuletzt durch Wissensaustausch zu bewährten Verfahren das wirtschaftliche Potenzial des Sektors zu erschließen und die Gesundheit und das Wohlergehen der Pferde zu verbessern“, betont Müller.

Leitlinien leisten wichtigen Beitrag für Equidenhaltung

Die Allgäuer Abgeordnete ist sicher, dass die Leitlinien einen großen Beitrag dazu leisten können, Probleme in der Pferdebranche zu bewältigen, die oftmals reiner Unwissenheit geschuldet sind. „Verantwortungsvolle Tierhaltung und Pflege sollten zwar eigentlich als Mindeststandards vorausgesetzt werden können, bei Gesundheits- und Tierschutzproblemen zahlreicher europäischer Equiden wird jedoch deutlich, dass diese Aspekte heutzutage noch allzu oft außer Acht gelassen werden“, so Müller.